Im Rahmen der zweiten Veranstaltung des diesjährigen Sommersemesters widmet sich Univ.-Prof. Ing. Dr. phil. Verena Winiwarter Umwelthistorikerin an der Universität Klagenfurt folgendem Thema:

Nachhaltigkeit im Jahrhundert des nuklearen Risikos

Wir kämpfen nicht zufällig mit Atomkatastrophen. Barry Commoner hat es 1972 in eine Formel gegossen, die den Ausgangspunkt des Vortrags von Frau Univ.-Prof. Winiwarter bildet. Die ?IPAT?-Formel besagt, dass der Umwelteinfluss (?Impact?) einer Gesellschaft sich aus Population, Reichtum und Technologie ergibt. Wie sieht die moderne Gesellschaft in dieser Hinsicht aus? Wir bewegen heute mehr Material und haben mehr Energie zur Verfügung als jemals zuvor. Neue Nebenwirkungen, etwa bei Atomkraftwerken, die außer Kontrolle geraten, machen uns zu schaffen. Wie soll und kann es weitergehen?

Umweltgeschichte liefert in dieser Situation Orientierungswissen. Univ.-Prof. Winiwarter wird in die Vergangenheit blicken und die Frage stellen, WIE und OB Gesellschaften denn überhaupt ?reagieren? können. Die diesbezügliche Schlüsselrolle der Medien wird anhand von Wochenschauen aus den 1950er Jahren aufgezeigt werden.

Im Rahmen der Vortragsreihe treffen die ExpertInnen im Anschluss an ihren Vortrag auf DiskussionspartnerInnen aus der Praxis. Diese ergänzen die Inhalte der Referate um Perspektiven aus ihrer beruflichen Erfahrung und setzten sich kritisch mit der jeweiligen Thematik auseinander. Im Anschluss daran stellen sich die beiden DiskutantInnen wie bisher den Fragen des Publikums.


WANN: 7. April 2011, 18-20 Uhr

WO: Oesterreichische Nationalbank, Veranstaltungssaal, Erdgeschoß (Otto Wagner Platz 3, 1090 Wien)

ACHTUNG! Bitte melden Sie sich bis 4. April unter:  www.umweltbundesamt.at/mutzurnachhaltigkeit für die Veranstaltung an. Nur angemeldete Personen erhalten Zutritt zur Oesterreichischen Nationalbank.

Freier Eintritt

Veranstalter sind das Zentrum für Globalen Wandel und Nachhaltigkeit der BOKU, Lebensministerium und Risiko:dialog (Umweltbundesamt, Radio Ö1, BOKU, BMWFJ, Lebensministerium, Verbund Austrian Power Grid) in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Universität Wien, der Oesterreichischen Nationalbank, der Esterházy Betriebs GmbH, den Land&Forst Betrieben Österreich, sowie mit freundlicher Unterstützung der Stiftung “Forum für Verantwortung”, Deutschland.

Weitere Informationen:

www.umweltbundesamt.at/mutzurnachhaltigkeit/