13042010194Regisseur Carl A. Fechner findet sich mit dem alternativen Nobelpreisträger, deutschen Politiker, Autor und Hauptdarsteller des Filmes Dr. Hermann Scheer auf der Bühne des Gartenbaukinos Wien zur Filmpremiere ein:

1,25 Millionen Euro wurden aus privaten Taschen gezaubert um diese Vision einer Energieautonomen Zukunft auf die Leinwand zu bringen. Mit Erfolg möchte ich sagen. Der Film zeigt neue Perspektiven der dezentralen Energieversorgung sowol für Geburtshäuser Malis wie auch Möglichkeiten eine Megacity wie Shanghai in “neues Licht” zu tauchen. Die Finanzierung sieht der Regisseur als Beginn einer Bewegung, die Menschen mobilisiert. Mit 160 Stunden Filmmaterial, nach einem dreiviertel Jahr Filmschnitt, sieht man wie Harz 4 Empfänger Deutschlands durch die Sanierung ihres Wohnhauses ihre Energiekosten senken und ihre Lebensqualität steigern können, wie Solar Panels von Yunus geschickt als Geschäftskonzept für Frauen in Bangladesh genützt werden und wie die Energieversorgung eine lokale Wertschöpfung in Entwicklunsländern ermöglicht. Ein Sprung, der mit der Errichtung einer herkömmlichen Infrastruktur kaum erreicht werden könnte – geschweige denn nachhaltig betrieben.

http://www.energyautonomy.org/

Scheer – der Buchautor – ist mit der Verfilmung zufrieden. Für ihn ist die Widerlegung des ‘Baconschen Prinzips’, den Menschen als Maschine und die Natur als Objekt zu sehen, das zentrales Motiv des Films. Wenn auch Griffner Haus CEO Lenzinger die Energievorstöße der Österreichischen Bundesländer hervorstreicht, verläßt Scheer die Bühne mit den Worten: “Österreich wird auf bundespolitischer Ebene im Bereich der Energiepoltik weit unter seinen Möglichkeiten regiert!”

Fernab der herkömmlichen Weltuntergangsszenarien, die heutzutage unsere Kinos zieren – ist dieser Film wirklich empfehlenswert.