Nachhaltigkeit als Thema

Sustainable development “meets the needs of the present without compromising the ability
of future generations to meet their own needs.”3saeulen
United Nations. 1987. “Report of the World Commission on Environment and Development”

Nachhaltigkeit ist das Konzept einer dauerhaft zukunftsfähigen Entwicklung der ökonomischen, ökologischen und sozialen Dimension menschlicher Existenz. Diese drei Säulen der Nachhaltigkeit stehen miteinander in Wechselwirkung und bedürfen langfristig einer ausgewogenen Koordination um eine gerechte, lebensfähige und lebenswerte Welt zu schaffen.

Wie der Mensch durch verantwortungsvolles Handeln die Trendwende schaffen kann: Entwicklung statt Wachstum, „die richtige Größe“, Ökowahrheit der Preise, Vorsorge in allen Lebensbereichen… – nur umfassende Verantwortungsübernahme garantiert das Überleben in einer besseren Welt! Nachhaltigkeit ist daher die Herausforderung der Gegenwart und Zukunft. Deshalb sind ALLE gefordert: Wissenschaft, Politik und Wirtschaft.

Genau diese Zielsetzung verfolgt die INEX Sustainability Challenge. Stakeholder zusammenzubringen und derzeitige EntscheidungsträgerInnen einzubinden sowie zukünftige in der Nachhaltigkeitsdimension auszubilden. Inhaltlich orientiert sich die INEX Sustainability Challange hierbei an der österreischischen Nachhaltigkeitsstrategie, den UN-Milleniumsentwicklungszielen sowie an der UN-Dekade ” Bildung für nachhaltige Entwicklung”, die ebenfalls auf dem 3-Säulen Modell der Nachhaltigkeit aufbauen.

Ökologische Nachhaltigkeit

Die ökologische Nachhaltigkeit umschreibt die Zieldimension, Natur und Umwelt für die nachfolgenden Generationen zu erhalten. Dies umfasst den Erhalt der Artenvielfalt, den Klimaschutz, die Pflege von Kultur- und Landschaftsräumen in ihrer ursprünglichen Gestalt sowie generell einen schonenden Umgang mit der natürlichen Umgebung.

Ökonomische Nachhaltigkeit

Die ökonomische Nachhaltigkeit stellt das Postulat auf, dass die Wirtschaftsweise so angelegt ist, dass sie dauerhaft eine tragfähige Grundlage für Erwerb und Wohlstand bietet. Von besonderer Bedeutung ist hier der Schutz wirtschaftlicher Ressourcen vor Ausbeutung.

Soziale Nachhaltigkeit

Die soziale Nachhaltigkeit versteht die Entwicklung der Gesellschaft als einen Weg, der Partizipation für alle Mitglieder einer Gemeinschaft ermöglicht. Dies umfasst einen Ausgleich sozialer Kräfte mit dem Ziel, eine auf Dauer zukunftsfähige, lebenswerte Gesellschaft zu erreichen.

UNESCO Bildungsdekade für nachhaltige Entwicklung

Auf Empfehlung des 2002 abgehaltenen „Weltgipfels für nachhaltige Entwichlung in Johannesburg” riefen die Vereinten Nationen die Jahre 2005 bis 2014 zur Weltdekade “Bildung für nachhaltige Entwicklung” aus. Auch hier beruht Nachhaltigkeit auf 3 Säulen: Soziale Gerechtigkeit, ökologische Verträglichkeit und ökonomische Leistungsfähigkeit. “Bildung für nachhaltige Entwicklung” fordert jedoch eine Neudefinition von Bildung. Sie beruht auf “pädagogischen Prinzipien wie Interdisziplinarität, Wertorientiertheit, kulturelle Sensibilität, Problemlösungsorientiertheit, methodische Vielfalt, Partizipation und lokale Relevanz”, so die UNESCO in ihrem Konzept der Dekade. Genau jene Punkte also, die sich durch die INEX Sustainability Challenge real umsetzen lassen.

Österreichische Nachhaltigkeitsstrategie

Die von der Bundesregierung im April 2002 beschlossene Österreichische Strategie zur Nachhaltigen Entwicklung setzt auf ressortübergreifende, interinstitutionelle Maßnahmen, um den aufgezeigten Trends, die gegen eine nachhaltige Entwicklung sprechen, entgegenzuwirken. Raum für innovative Ideen soll geschaffen und permanentes Lernen gefördert werden.
Als eigenes Handlungsfeld soll „Wissen und Wollen“ gestärkt werden, da die Zukunft in den Köpfen und Herzen der Menschen gewonnen wird. INEX setzt mit der „Sustainability Challenge“ auf selbige langfristige Perspektive, die einen zukunftsorientierten Wertewandel herbeiführt.

Kooperationen zwischen Forschung und Bildung für nachhaltige Entwicklung sind auf Konzept-, Programm- und Projektebene zu fördern. Nicht nur interdisziplinäre Kooperationen, auch Kooperationen zwischen verschiedenen Alltags-, Gesellschafts- und Politikfeldern und nicht zuletzt zwischen unterschiedlichen Bildungsbereichen (etwa mit entwicklungspolitischer, Gesundheits- oder politischer Bildung) sind zu fördern. Hier bedeutet Nachhaltigkeit auch soziales Lernen als dialogisch-partizipativer Diskurs.“
Österreichs Zukunft Nachhaltig Gestalten – Die Österreichische Strategie zur Nachhaltigen Entwicklung, April 2002