Nachhaltige Verkehrsstation der Zukunft

ÖBB-Infrastruktur AG

Logo - ÖBB Infra

Ziel des Projekts war die Entwicklung und Konzipierung einer Verkehrsstation der Zukunft (Zeithorizont 2025-2030), die ökologisch, sozial und ökonomisch nachhaltig ist. Das erarbeitete Konzept soll als Leitfaden für die Planung von Verkehrsstationen mit geringem sowie mittlerem Einzugsgebiet fungieren. Wesentliche Aspekte, die betrachtet wurden, waren die weiterführende Mobilität von der Verkehrsstation; der Energieverbrauch bzw. das Energiekonzept der Station sowie die Gestaltung von Station und Stationsumfeld.

Projektplakat ÖBB

Weitere wichtige Punkte sind die Betrachtung der Verkehrsstation als Ort der Begegnung und nicht nur des Transits und die Stärkung lokaler Besonderheiten. Die Weiterentwicklung kleinerer Verkehrsstationen hat deshalb eine große Bedeutung für die Reduktion von verkehrsbedingten CO2-Emissionen, da gerade im ländlichen Bereich der Modal Split oft zu Ungunsten des öffentlichen Nahverkehrs ausfällt. Im Idealfall, sollte der Bahnhof wieder zum „Tor zur Stadt“ werden (Sieverts 1983) und umgekehrt zum „Tor zur Welt“. Daher soll sich für die Verkehrsstation der Zukunft neben der Funktion als nachhaltigem Gebäude zudem eine zweite Nachhaltigkeitsrolle, nämlich der eines nachhaltigkeitsfördernden Funktionsraums, ergeben. Außerdem ist auch die potentielle Vorbildfunktion der Verkehrsstation an sich in Sachen Nachhaltigkeit und die Möglichkeit, in diesem Rahmen Besucher auf Themen wie erneuerbare Energien, Klimawandel etc. aufmerksam zu machen. Gemeindeeinbindung, Stakeholderinvolvierung und Kooperation mit lokalen Partnern sollen bei der Konzipierung der Station eine zentrale Rolle spielen.

Methoden zur Ideenentwicklung umfassten die Analyse bestehender Verkehrsstationen der beiden Zielkategorien; die Analyse von Best Practice Beispielen aus dem In- und Ausland; Literaturrecherche; sowie Diskussion mit ExpertInnen aus Wissenschaft und Praxis. Um eine flexible Anwendung des Konzepts zu gewährleisten, wurde ein Modulsystem entwickelt: Ein Grundmodul, das alle unverzichtbaren Maßnahmen enthält, kann je nach Stationsgröße durch Zusatzmodule mit wünschenswerten Maßnahmen ergänzt werden. Die Ergebnisse wurden in katalogform aufbereitet und die vorgeschlagenen Maßnahmen sind in Wort und Bild beschrieben.



Zurück


Letzte Aktualisierung: 11. Dezember 2012 – Änderungen vorbehalten.