Konsequenzen veränderter Essgewohnheiten auf die Klimabilanz


EB-RESTAURANTSBETRIEBE GMBH

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Kurzbeschreibung

Der globale Wandel und die damit einhergehenden Veränderungen und Konsequenzen betreffen jede/n Einzelne/n. Das tatsächliche Ausmaß der drohenden Konsequenzen aus dem Klimawandel wird in den Medien unterschiedlich diskutiert und dargestellt. Skeptiker und Leugner verbreiten Unsicherheit.
Die Probleme erscheinen derart groß und unbeeinflussbar, dass die durchaus berechtigte Frage aufkommt, ob denn das Handeln des einzelnen, „kleinen“ Menschen überhaupt Einfluss hat. JA! Jeder noch so kleine Schritt in die richtige Richtung führt zu einer besseren Zukunft. Ein Beitrag, den jede/r einzelne zur Eindämmung der Veränderungen verursacht durch globalen Wandel leisten kann ist, seine Essgewohnheiten anzupassen, bewusst einzukaufen und zu konsumieren. Wie man KonsumentInnen in einem Betriebsrestaurant davon überzeugen kann, ihre Konsumgewohnheiten zu ändern und damit einen Beitrag zu einer nachhaltigeren Ernährung zu leisten wurde in Kooperation mit der EB-Restaurantsbetriebe G.m.b.H. erarbeitet.

Als Gastronomieunternehmen der ERSTE BANK Österreich verpflegt EB-Restaurantsbetriebe täglich 3.000 MitarbeiterInnen der Erste Group und ihrer Tochterunternehmen. Umweltbewusstsein, beste Qualität von Lebensmittel (auch aus ökologischem Anbau), Regionalität und geschulte MitarbeiterInnen haben sie zur ersten Großküche mit dem „Umweltzeichen Tourismus“ gemacht.

Die Belegschaft der Ersten Bank ist bereits für das Thema Ernährung sensibilisiert. Es wurden zahlreiche Informationskampagnen durchgeführt, welche von der Belegschaft als sehr positiv wahrgenommen und akzeptiert wurden. Dem Unternehmen liegt aber nicht nur gesunde Ernährung sondern auch die Auswirkungen des Angebots auf die Umwelt und damit ein „nachhaltiges Kochen“ am Herzen. Ausgestattet mit dem Umweltzeichen möchte EBR gerne noch weitergehende Beiträge zu nachhaltigerem Umgang mit Ressourcen leisten. Dem Unternehmen ist bewusst, dass vor allem der Fleischkonsum ein großer Treiber ihrer CO2-Bilanz ist und dass an dessen Reduktion angesetzt werden muss, was bereits versucht wird. Es gibt immer wieder „Nachhaltigkeitswochen“, wo in den Betriebsküchen ein Fokus auf klimafreundliche Ernährung gelegt wird. Weiters ist seit längerem der „Natürlich gut Teller“ ein integrierter Bestandteil des Menüplans. Kürzlich wurde ein „Sojagranulat Workshop“ durchgeführt, um die alternative Nahrungsmittelbasis Sojagranulat vorzustellen und vertrauter zu machen. Trotz aller Bemühungen den Kunden „Appetit auf Klimaschutz“ zu machen haben sich das tatsächliche Konsumverhalten sowie die Vor-Ort-Entscheidungen und Präferenzen bis dato nicht geändert.

Konkret wurden folgende beiden Kernproblemstellungen definiert: „Was kann getan werden, damit die KundInnen freiwillig auf z.B. Tomatensalat im Winter verzichten?“ und „Wie kann das Verhalten eines Gasts beeinflusst werden, so dass dieser freiwillig den Fleischkonsum reduziert?“.

Die große Schwierigkeit im Umgang mit dem Konsumverhalten der Kundschaft stellt folgendes Dilemma dar: Wie weit sind KundInnen überhaupt beeinflussbar? Wie weit darf in die Präferenzen eingegriffen werden? Welche Auswirkungen haben welche Maßnahmen – wann gehen die KundInnen auf die Barrikaden? Auf welchem Weg können die KundInnen tatsächlich erreicht werden? Und wie kann man es schaffen, dass die KundInnen ihr Konsumverhalten tatsächlich ändern?

Aufbauend auf die bereits laufenden Projekte der EBR wurde ein weiterführender Maßnahmenkatalog erarbeitet, welcher zahlreiche konkret ausgearbeitete Handlungsvorschläge enthält, von denen einige bereits im Versuchsstadium sind.

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Letzte Aktualisierung: 21. Februar 2012 – Änderungen vorbehalten.