Biologisch abbaubare Verpackung aus nachwachsenden Ressourcen


MERKUR

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Kurzbeschreibung

Gemeinsam mit MERKUR Produktion soll an einem Forschungs– und Rechercheprojekt in Richtung biologisch Abbaubare Verpackung aus nachwachsenden Ressourcen gearbeitet werden – diese Verpackung MUSS und das ist die Herausforderung dabei für MERKUR Produkte und das MERKUR Produktionssystem anwendbar sein. MERKUR produziert vorwiegend pasteurisierte Fertiggerichte, die teilweise heißabgefüllt und dann bei 95°C zwischen 30 und 50 Minuten ohne Gegendruck pasteurisiert werden. Die Produkte werden anschließend abgekühlt und erreichen eine MHD bis max. 5 Wochen. Die Kunden regenerieren MERKUR Gerichte meist in einer Mikrowelle, wobei im Produkt je nach Inhalt, Temperaturen über 100°C erreicht werden können, d.h. das Verpackungsmaterial wird stark beansprucht.

Ziel des Projektes war es auf Basis nachwachsender Ressourcen eine Alternative für die derzeit eingesetzte Verpackung für die Fertiggerichte der Merkur Genussküche zu finden. In Anbetracht der heute zu beobachteten Schnelllebigkeit der Gesellschaft und des damit einhergehenden ansteigenden Konsums von Fertiggerichten, zeigt sich die Problematik aus unterschiedlichen Dimensionen. Im Bewusstsein, dass eine gesellschaftliche Gesamtlösung aus Sicht der Nachhaltigkeit notwendig wäre, wollten die Projektgruppe zumindest nach einer technischen Lösung suchen um damit negative Umwelteinflüsse zu reduzieren. Der Einsatz von Biokunststoffen aus nachwachsenden Rohstoffen, die zugleich biologisch abbaubar sind, erscheint hierbei vielversprechend und bildete den Kern ihrer Nachforschung. Aus ökologischer wie auch sozialer Perspektive lassen sich sowohl Vor- als auch Nachteile in den Bereichen der Rohstoffgewinnung, Herstellung, Transport und Entsorgung feststellen. Diese müssen gegeneinander abgewogen werden, können aber dennoch im Vergleich zum derzeit verwendeten erdölbasierten Kunststoff PP eine positivere Bilanz verzeichnen. Sollte es in Zukunft die technische Möglichkeit geben, Abfälle in großem Maßstab für die Biokunststoffherstellung zu verwenden und damit die Rohstoffproduktion von der Nahrungsmittelproduktion zu entkoppeln, fiele die Bilanz aus Sicht der Nachhaltigkeit noch positiver aus. Genauso können zukünftig durch Wahrnehmung des großen CO2-Einsparungspotenzials durch Optimierung und technische Weiterentwicklung des Herstellungsprozesses, wie auch durch Etablierung einer ausgereiften Infrastruktur zur Entsorgung und zum Recycling massive Verbesserungen erzielt werden. Diese gewonnenen Erkenntnisse im Hinterkopf und über das Problem der Temperaturbeständigkeit als natürliche Eigenschaft von Biokunststoffen wissend, suchte und fand die Projektgruppe im österreichischen Unternehmen NaKu einen Spezialisten für die Temperaturbeständigkeit und möglichen zukünftigen Projektpartner für Merkur, der die baldige Realisierbarkeit der Fertiggerichtverpackung als realistisch einschätzt.

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Letzte Aktualisierung: 21. Februar 2012 – Änderungen vorbehalten.